Die meisten Bilder auf Webseiten werden im JPEG Format ausgeliefert. Das ist nicht immer sinnvoll, denn andere Grafikformatehaben auch hier ihre speziellen Vorteile.

Mehr noch als bei Offline-Dokumenten sollten Sie hier auf die Dateigröße achten. Diese ist oft entscheidend dafür, wie schnell eine Seite heruntergeladen wird.

Vorteile:
  • Je schneller eine Seite geladen wird, desto zufriedener sind Ihre Besucher und Ihre Kunden.
    Die meisten warten nicht länger als 3 Sekunden auf das Laden der Seite.
  • Als Seiten-Betreiber sparen Sie Speicherplatz, Bandbreite und Datenvolumen.
  • Ihre Benutzer sparen Zeit, Datenvolumen und Speicherplatz.
  • Weniger Speicherplatz, Bandbreite und Datenvolumen spart Energie und ist somit aktiver Umweltschutz.
    Der Energieverbrauch ist vor im Mobilfunk wesentlich höher, wie im Vergleich zu WLAN oder Kabelverbindungen.
  • Das Ranking in Suchmaschinen wird durch kurze Ladezeiten positiv beeinflusst!

Grafiken über 1,5 MB sind, auch heute noch mit DSL, im reellen Betrieb sehr unschön. Wenn Sie nicht gerade gezielt Bilder und Grafiken präsentieren, dann versuchen Sie die Bilder klein zu halten, oder entsprechende Vorschauen (Galerie) anzubieten.

Die Größe der Bilder können Sie im wesentlichen über folgende Faktoren beeinflussen:
  • Das Grafikformat.
  • Die Größe des Bildes in Pixel (px).
    Reduzieren Sie es auf die Größe, in der das Bild maximal, auf der Seite, dargestellt wird.
  • Unterschiedliche Bildgröße angepasst an verschiedene Bildschirme.
    Bei Vektorgrafiken braucht man hier nicht darauf achten!
  • Die Höhe der Kompression.
  • Die Farbtiefe.
    Der Ausschnitt einer SW-Strichzeichnung, muss nicht mit mehreren Millionen Farben gespeichert werden.
  • Stellen Sie Motive entsprechend frei und benutzen für das Hauptmotiv einfarbige Hintergründe. Auch dies reduziert die Dateigröße.
  • Sie müssen nicht alle Bilder einer Seite beim Seitenaufruf laden lassen, sondern nur die sichtbaren.
    D. h. Lazy-Loading per Script oder HTML: loading="lazy".


SVG

Die Dateien sind frei skalierbar, können Animationen beinhalten und sind meist von geringer Dateigröße.

Auf Webseiten am besten für Logos, Icons und Zeichnungen geeignet.
Mit zunehmenden Details im Bild steigt auch die Dateigröße enorm an. Hier liefern Sie Grafik besser in einem anderen Format aus.

In Webseiten können Sie SVG-Grafiken wie normale Grafiken einbinden.
    <img src="/images/Dokumentenoptimierung/Thorsten_H_Willert_-_Dokumentenoptimierung__Logo_SVG.svg" alt="Logo_SVG"/>

Lassen Sie sich nicht täuschen:
Auch wenn eine SVG-Datei evtl. größer als eine gleichwertige Rastergrafik sein sollte:
Ist die gzip-Kompression auf dem Web-Server / im CMS aktiviert, werden evtl. dennoch weniger Daten übertragen.

Übertragung des jeweils gleichen Bildes, in unterschiedlichen Formaten, aufgezeichnet mit der Netzwerkanalyse von FireFox:
Webseitenoptimierung: Darstellung der Downloadgröße, mit Hilfe der Netzwerkanalyse von FireFox, mit aktivierter gzip-Kompression

Wenn Sie die Spalten Übertragung und Größe vergleichen, können Sie sehen, dass durch die aktivierte Kompression, bei SVG, viel weniger Daten übertragen werden, als die Dateigröße vermuten läßt.

Das hat folgenden technischen Hintergrund:
SVG-Grafiken sind reine Text-Dateien die sehr gut komprimiert werden könnnen.
Die schon komprimierten PNG und JPEG-Dateien können hier nicht mehr verkleinert werden.
SVGs lassen sich auch als Favicon verwenden. Dies hat den Vorteil, dass Sie die Datei nicht in unterschiedlichen Größen bereitstellen müssen:
    <link rel="icon" type="image/svg+xml" href="/favicon.svg" sizes="any">

Wenn Sie die gleiche SVG öfter verwenden wollen, vermeiden Sie es, diese als Inline-SVGs einzubinden. Diese vergrößern unnötig Ihre Seite und können vom Browser nicht gecached werden.

Handelt es sich um sehr einfache Grafiken, ist eine Inline-SVG wiederum effektiver, anstatt diese als externe Datei einzubinden.

Beispiel:


    <svg width="400" height="50"> <rect width="400" height="50" style="fill:teal;stroke-width:2;stroke:black" /> </svg>


PNG

Transparenz und verlustlose Komprimierung sind die größten Vorteile für die Anwendung auf Webseiten.
Die Dateigröße können Sie durch eine Verringerung der Farben ( < 256) verkleinern.



GIF

Wie Sie schon oben gesehen haben, ist das Format nicht unbedingt für eine hohe Bildqualität zu gebrauchen, sondern eher für einfache Animationen.

Manchmal werden ganze Werbefilme als GIF-Animation ausgeliefert.
Dadurch soll umgangen werden, dass eingebettete Videos nicht automatisch abgespielt werden.
Dies ist äußerst unschön, da diese Dateien eine extreme Größe haben und somit, gerade im Mobilbereich, ein hohes Datenvolumen verbrauchen.
Das Abspielen von GIF-Animationen lässt sich abschalten. Dennoch wird die Datei vollständig heruntergeladen und nur das erste Bild (Frame) angezeigt!
Für komplexere Animationen (und Filme) sollte das Format WebM eingesetzt werden. Hierdurch fallen auch sämtliche Begrenzungen durch das GIF-Format weg.
Alternativ ist für Animationen auch SVG möglich.


JPEG

Das am meisten verwendete Format für Bilder im Internet und (Consumer-) Digital-Kameras.
Am besten geeignet für Fotos oder Grafiken, bei denen es nicht auf zu sehr auf die Details ankommt.

Setzen Sie JPEG-Dateien auf Ihren Seiten ein. optimieren Sie diese:
Verlustfrei mit jpegoptim
oder verlustbehaftet mit jpeg-recompress.

Bei der Optimierung von JPEG beachten Sie bitte, dass Suchmaschinen wie Google, die IPTC-Metadaten aus Bildern ausliesen.
Deshalb ist es sinnvoll diese beizubehalten und evtl die passenden Angaben, wie z. B. Copyright, in die Metadaten zu speichern.

WebP

Ein hervorragender Ersatz, auf Webseiten, für JPEG. Es bietet eine wesentliche besseren Kompression und Transparenz.

Fallback in HTML für WebP, falls ein Browser das Format nicht darstellen kann.
Der img-Tag befindet sich innerhalb des picture-Tags, falls ein Browser auch den picture-Tag nicht unterstützt.

<picture>
	<source srcset="/images/Bild.webp" type="image/webp">
	<source srcset="/images/Bild.jpg" type="image/jpg">
	<img src="/images/Bild.jpg" alt="Ein schönes Bild" />
</picture>


Fazit

Wie Sie sehen gibt es für jeden Einsatz ein geeignetes Grafikformat. Nicht jedes Format ist für alles geeignet und erfüllt jeweils seinen eigenen Zweck.

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