Thorsten H Willert   Matrix Blau

Was sind Kurz-URLs?

Kurz-URLs sind verkürzte URLs (Alias), die Sie durch verschiedene Dienste erzeugen lassen können.
Diese Dienste bieten meist eine Web-Seite oder Schnittstelle, in der Sie Ihre gewünschte URL eingeben.

Der Dienst erzeugt daraus eine Adresse wie in folgendem Beispiel: Der Dienst T1P.de ist ein deutscher Kurz-URL-Service, der Technischen Hochschule Mittelhessen, mit Phishing- & Malware-Schutz.

Warum Kurz-URLs?

In Mikroblogging-Netzwerken, Statusmeldungen für sozialen Netzwerken werden Kurz-URLs wegen der begrenzten Zeichenzahl eingesetzt.
Auch auf normalen Web-Seiten und (Werbe-)E-Mails finden diese immer häufiger Verwendung.

Risiken und Nebenwirkungen

Für den Erstellenden und Firmen

Ein Sicherheitsproblem aus Unternehmenssicht besteht darin, dass unternehmensinterne tiefe Links auf geschützte Inhalte in der externen Datenbank des Kurz-URL-Dienstleisters gesammelt werden. Problematisch ist, dass selbst wenn die Inhalte wie in einem Extranet oder Unternehmens-Wiki geschützt sind, trotzdem schon anhand der Link-Titel einige Rückschlüsse auf die Inhalte der Dokumente gezogen werden können (z. B. auf einen Kunden, wenn dessen Name Teil der URL ist).
Wikipedia

Im Firmenumfeld sollte auf Kurz-URLs verzichtet werden.
  • Ein vorsichtiger Benutzer wird Ihre Kurz-URL erst gar nicht aufrufen, da er nicht sieht was sich dahinter verbirgt.
  • Stellt der Betreiber des Dienstes den Betrieb wird die Kurz-URL ungültig.
  • Wer einen Filter wie z. B. Pi-hole verwendet wird oft gar keine Kurz-URL erstellen können, da die meisten dieser Dienste blockiert sind.

Für den Aufrufenden

  • Das eigentliche Link-Ziel ist versteckt. Bei einem echten Link lassen sich Rückschlüsse auf die aufzurufende Seite ziehen.
  • Auch Kurz-URL-Dienste können Ziel eines Angriffs werden und evtl. auf falsche Seiten umleiten.
  • Auf statistische Erhebungen und Benutzerprofile-Erstellung über Kurz-URLs hat der Anwender keinen Einfluss (Zustimmung).
  • Vom Betreiber der Weiterleitungen können zentrale Benutzerprofile erstellt werden, in denen die aufgerufenen Seiten verknüpft werden.
Setzen Sie Kurz-URLs nur dort ein, wo es unbedingt nötig ist.

Als Anwender umgehen Sie die Probleme durch Kurz-URLs z. B. mit dem Browser-Addon unshort.link.

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Titel-Bild von Gerd Altmann auf Pixabay