Mittwoch, April 25, 2018

Wer kennt das nicht?

Im Prinzip verwendet man oft (oder oft auch immer) die gleichen Funktionen, die gleichen Programmvorlagen und dann sitzt man stundenlang an einem Programm und ändert nichts weiter als unzählige Parameter von Funkionsaufrufen.

Warum die SPS-Hersteller hier nicht auf eine "alte" Technik wie einen Präprozessor / Macros oder Templates zurückgreifen ist vollkommen unverständlich.
(Antwort von Siemens: "Zu was braucht man so etwas?").

Hier werde ich demnächst darstellen, wie man auf Basis einer Zuordnungsliste in Kombination mit dem Präprozessor FreeMarker / FMPP viele Routineaufgaben (Basisprogramme) in wenigen Minuten erstellen lassen kann.

Die Vorarbeit ist zwar etwas aufwendiger, nur wenn diese mal getan ist, spart man sich anschließend viele Stunden Arbeit pro Projekt.

Bevor ich mit den SPS bezogenen Beispielen beginne gibt es von mir auch den Beitrag: FreeMarker - Schnelleinführung.

In diesem Beitrag gehe ich davon aus, dass auch ein SPS-Programmierer mindestens eine weitere moderne Programmiersprache und OOP beherrscht und mit Formaten wie XML und HTML umgehen kann.
Auch wenn im Umfeld der SPS-Programmierung (seit Jahrzehnten) größtenteils Stillstand herrscht, sollte man diese Grundlagen auf jeden Fall beherrschen, anwenden und auch von der restlichen Computer-Welt eine Ahnung haben; die Daten die eine SPS weitergibt, verschwinden schließlich in nicht /dev/null.

SPS-Programmierer die immer noch Software im gleichen Stil wie zu S5 / S7-Zeiten und am besten noch in IL / AWL (in der IEC 61131-3 second edition schon seit 2003 als veraltet gekennzeichnet) schreiben sollten - sind mittlerweile fehl am Platz. Und ein "SPS-Prgrammierer" der heute noch behaupted er kann SPS-Programme in ST / SCL weder lesen noch schreiben, hat einfach den Beruf verfehlt.
Häufig wird dann noch in einem Stil programmiert, der nicht dem Stand der Technik entspricht, sondern dem Stil des dienstältesten Mitarbeiters - dabei werden sämtliche negativen Folgen davon tapfer ignoriert.
In jedem technischen Beruf ist Weiterbildung nötig, nur in der SPS-Programmierung bewegt sich hier fast keiner; im Hinblick auf die Industrie 4.0 darf man hier dunkel-schwarz sehen.
Diesen untragbaren Zustand habe ich mittlerweile schon ein einigen Firmen miterlebt und ich bezweifle, dass sich das in absehbarer Zeit ändern wird.

Bis demnächst!

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